deutsch-polnisches Erbrecht

Erbrechtsangelegenheiten mit Bezug zu Polen (Deutsch Polnisches Erbrecht)

 

Ein Schwerpunkt unserer Beratungspraxis liegt auf Erbschaftsangelegenheiten mit Bezug zu Polen. Neben einer umfassenden Beratung zum deutschen wie polnischem Erbrecht, gewährleisten wir durch ein Netzwerk von Notaren, Steuerberatern und Kooperationspartnern eine ganzheitliche Betreuung zu allen Fragen im weiteren Zusammenhang mit der Erbschaft. Es ist uns ein Anliegen, Erbschaftsangelegenheiten mit Bezug zu Polen für unsere Mandanten so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Viele Angelegenheiten lassen sich so auch ohne eine Reise nach Polen regeln.  

  

Erbauseinandersetzung und Pflichtteilsrecht mit Bezug zu Polen

Im Fall der Erbannahme stellen wir den ordnungsgemäßen Übergang des Eigentums an Immobilien, Bankguthaben, Gesellschaftsanteilen und anderen Vermögenswerte auf die Erben sicher. Im Falle von Erbschaftsauseinandersetzungen, etwa bei Konflikten innerhalb der Erbengemeinschaft oder bei Ansprüchen auf Zahlung eines Pflichtteils, vertreten wir die Interessen unserer Mandanten außergerichtlich sowie vor Gericht. Wie in allen grenzüberschreitenden Angelegenheiten ermitteln wir dabei zunächst, ob der Rechtsweg in mehr als einem Land offen steht und prüfen dann, ob ein Vorgehen in Deutschland oder Polen zweckmäßig ist.

 

Ausschlagung von Erbschaften in Polen

Für die Ausschlagung einer Erbschaft ist nach polnischem Recht die Abgabe einer form- und fristgemäßen Erklärung gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht erforderlich. Grundsätzlich gilt dabei eine Frist von 6 Wochen. Bei Auslandsberührung kann sich diese Frist in bestimmten Fällen auf 6 Monate verlängern. Die Frist beginnt grundsätzlich ab dem Moment zu laufen, in dem der Erbe vom Anfall der Erbschaft Kenntnis erlangt oder erlangen konnte. Die Ausschlagung kann nur  vollständig und bedingungslos erfolgen. Eine bedingte Ausschlagung oder eine Beschränkung auf Verbindlichkeiten ist nicht möglich.

Problematisch ist zuweilen die Ausschlagung bei minderjährigen Erben, die erst infolge der Ausschlagung eines Elternteils Erbe wurden. Bei Anwendbarkeit deutschen Erbrechts ist die Erbausschlagung durch die gesetzlichen Vertreter des Minderjährigen vor einem Notar zu erklären (§ 1946 Abs. 2 S. 2 BGB). Nach polnischem Erbrecht ist hierfür hingegen die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts erforderlich. Hieraus kann sich die mitunter problematische Konstellation ergeben, dass das polnische Nachlassgericht die vor einem deutschen Notar beglaubigte und anschließend legalisierte Erbausschlagung nicht akzeptiert.

  

Schenkungs- und Erbschaftssteuer

Bei Erbschaften, Schenkungen und Vermächtnissen besteht grundsätzliche die Pflicht zur Abgabe einer Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuererklärung gegenüber dem zuständigen Finanzamt. Bei Erbangelegenheiten mit Auslandsbezug kann unter Umständen auch eine Steuerpflicht in mehr als einem Land begründet werden. Wir beraten umfassend zu den steuerlichen Rahmenbedingungen und unterstützen bei der Anfertigung der erforderlichen Erbschaftssteuererklärungen.

Kontakt

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